geschrieben von: XY am Mittwoch, 27. August 2008, 13:08 Uhr
Schock für die Bundeswehr: Erstmals seit 15 Monaten ist in Afghanistan wieder ein deutscher Soldat bei einem Attentat getötet worden. Die lokalen Behörden gehen von einem Anschlag der Taliban aus.
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Berlin - Die Patrouille war rund sechs Kilometer südlich von Kunduz unterwegs, als sie in eine Sprengfalle geriet. Durch die Explosion wurden vier deutsche Soldaten verwundet. Einer davon so schwer, dass er seinen Verletzungen erlag. In der gepanzerten Patrouille fuhr ein sogenannter Beweglicher Arzttrupp mit, der die Verletzten sofort versorgte, dem Fallschirmjäger aber nicht mehr helfen konnte. Der Getötete soll aus dem rheinland-pfälzischen Zweibrücken stammen. Die Verletzten wurden zum größten deutschen Stützpunkt im nordafghanischen Masar-i-Scharif geflogen.
geschrieben von: XY am Dienstag, 26. August 2008, 15:59 Uhr
Bereits am Freitag hatte die afghanische Regierung gemeldet, dass bei einem Luftangriff des US-Militärs in Afghanistan dutzende Zivilisten getötet wurden. Nun bestätigt auch die Uno die traurige Nachricht. Unter den Opfern sind 60 Kinder.
Die Vereinten Nationen haben den Tod von 90 Zivilisten bei einem US-Luftangriff in der westafghanischen Provinz Herat bestätigt. Eine UN-Untersuchungskommission kam damit am Dienstag zum gleichen Ergebnis wie ein entsprechendes Gremium, das die afghanische Regierung eingesetzt hatte. Der UN-Sondergesandte Kai Eide teilte mit, das UN-Team habe auf der Basis unter anderem von Augenzeugenberichten "überzeugende Beweise" gefunden, dass 60 Kinder, 15 Frauen und 15 Männer bei dem Luftangriff am Freitag im Distrikt Schindand getötet worden seien. 15 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei keiner anderen Militäroperation seit dem Sturz der Taliban sind in Afghanistan mehr Zivilisten ums Leben gekommen.
geschrieben von: Hedayat am Sonntag, 24. August 2008, 23:46 Uhr
Präsident Karzai protestiert gegen Tötung Dutzender Zivilisten bei Luftangriff von Nato-Truppen.
KABUL(reuters). Die Kritik in Afghanistan an den US-geführten Koalitionstruppen im Land nimmt nach der Tötung Dutzender Zivilisten bei einem Luftangriff massiv zu: Hunderte Menschen gingen am Wochenende in der westafghanischen Provinz Herat auf die Straße und forderten den Abzug der Nato-Truppen. Selbst Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff, bei dem laut afghanischen Behörden am Freitag 76 Zivilisten starben.Unter den Opfern sollen 50 Kinder sein. Die US-Armee beharrte Samstag darauf, dass ausschließlich 30 Taliban-Kämpfer getötet worden seien, leitete aber eine Untersuchung ein. Laut US-Angaben waren afghanische Soldaten und Koalitionstruppen in Herat auf der Suche nach einem Taliban-Führer, als sie angegriffen wurden. Darauf hätten die Soldaten zurückgeschossen und Luftunterstützung angefordert.
geschrieben von: Hedayat am Freitag, 22. August 2008, 22:24 Uhr
Bei einem Bombenangriff westlicher Truppen in Westafghanistan sind nach Angaben des Innenministeriums in Kabul 76 Zivilisten ums Leben gekommen - vor allem Frauen und Kinder. Es sei ein "Unfall" gewesen. Die US-geführte Koalition meldet dagegen nur die Tötung von 30 Taliban-Kämpfern.
Kabul - Nach Einschätzung des Ministeriums handelte es sich um einen "nicht beabsichtigten Unfall". Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Dem Ministerium zufolge wurden zehn Experten in die Region entsandt.
Alle Opfer des Angriffs von Freitag seien Zivilisten, die getöteten Kinder alle unter 15 Jahre alt, hieß es in einer Mitteilung des afghanischen Innenministeriums. Neben 19 Frauen und 50 Kindern seien auch sieben Männer unter den Getöteten. Zudem gebe es mehrere Verletzte, einige befänden sich in einem kritischen Zustand.
geschrieben von: Hedayat am Montag, 18. August 2008, 12:25 Uhr
Kabul (AFP) — Mindestens neun Zivilisten sind in Afghanistan bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Armeestützpunkt in der östlichen Provinz Chost getötet worden. 13 weitere Menschen wurden bei dem Attentat mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug verletzt, wie die US-geführten internationalen Truppen mitteilten. In der Hauptstadt Kabul sind die Sicherheitskräfte zum heutigen afghanischen Unabhängigkeitstag in erhöhter Alarmbereitschaft. Rund 7000 afghanische Polizisten begannen in Kabul mit einer großangelegten Sicherheitsoffensive.
Blutlache nach einem Anschlag
Der Selbstmordanschlag auf den US-Armeestützpunkt in Chost wurde mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug verübt. 13 Menschen wurden bei dem Attentat verletzt, wie die US-geführten internationalen Truppen mitteilten. Das Innere der Militärbasis blieb den Angaben zufolge unversehrt. Auch verhinderten afghanische Sicherheitskräfte nach Militärangaben die Detonation eines zweiten Fahrzeugs.
Eine geplante öffentliche Ansprache von Präsident Hamid Karsai im Stadion in der Haupstadt Kabul aus Anlass des Unabhängigkeitstages wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Stattdessen sollte eine kleinere Feier später am Tag stattfinden. Die Polizei errichtete überall im Stadtzentrum Kontrollposten. Die Afghanen gedenken heute dem 89. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien. Bei einer großen Parade in Kabul am 27. April hatten Aufständische das Feuer auf die Ehrentribüne eröffnet, wo zahlreiche Regierungsmitglieder, Diplomaten und auch Staatschef Karsai saßen.
geschrieben von: Hedayat am Montag, 18. August 2008, 11:56 Uhr
Die westlichen Truppen gegen Taliban, Al-Kaida-Kämpfer und Selbstmordattentäter: Wer die Provinz Helmand kontrolliert, heißt es, der gewinnt den Krieg in Afghanistan. Doch der Blutzoll ist hoch, allein im Juli starben 45 alliierte Soldaten. Wie gefährlich und wie wichtig der Einsatz in der Region ist, berichtet Carsten Stormer. Er begleitet eine Einheit der US-Marines.
Scheinbar ein Zeichen der Annäherung in der Region Helmand: Afghanische Kinder in der Nähe alliierter Soldaten. Die Eltern lassen das offenbar mittlerweile zu
Die Arbeit bloß nicht zur Routine werden lassen! Das da draußen ist immer noch Kriegsgebiet; das Land der Taliban und der Drogenbarone. Tödlich, für jeden Fremden der unachtsam ist oder die Konzentration verliert. Auch wenn man schon Dutzende Male durch die Wüste gefahren ist; "der Feind ist irgendwo dort draußen und beobachtet dich", sagt Sergeant Jolanda Gillen vom 24. Marine Expeditionary Unit (24-MEU), einer Elite-Einheit der US-Streitkräfte, und trommelt dabei mit den Fingern auf den Schaft ihrer )-Millimeter-Pistole. Alle drei bis fünf Tage führt die 27-Jährige einen Konvoi aus zwölf gepanzerten Lastwagen und vier Humvees, geländegängigen US-Armeefahrzeugen, tief ins Innere der afghanischen Provinz Helmand. Beladen mit tonnenweise Trinkwasser in Halbliter Plastikflaschen, so genannten MREs, Meals Ready to Eat, die in Tüten verschweißten Fertigessen der amerikanischen Armee, Munition, Waffen und manchmal Kartons mit Feldpost aus der Heimat für die kämpfenden Truppen in den Außenposten an der Front, wo sich amerikanische Soldaten festgebissen haben und sich Gefechte mit der Turbanarmee der Taliban liefern.
geschrieben von: Hedayat am Donnerstag, 14. August 2008, 22:10 Uhr
Wenn in der georgischen Krise die Hetzer obsiegen, kann eine Weltkrise daraus werden. Jedoch: Die Kriegswirren im Kaukasus überlagern derzeit alles andere. Ein Kommentar<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p>
Unter den derzeitigen Bedingungen ist Deutschlands Einsatz in Afghanistan zum Scheitern verurteilt
Ein größenwahnsinniger georgischer Präsident, der sich als Demokrat ausgibt und glaubt, er könne Russland im Windschatten der Olympischen Spiele den Fehdehandschuh hinwerfen. Ein amerikanischer Vizepräsident, der den Größenwahn Saakashwilis unterstützt und zu einem neuen Kalten Krieg hetzt. Ein wiedererwachendes Russland, das die amerikanische Einkreisung an seinem „weichen Unterleib“, und vor allem die – gegen eine Abmachung von 1990 verstoßende – Ausdehnung der NATO in sein near abroad nicht länger hinnimmt, und schon gar nicht die Missachtung und Misshandlung seiner Landsleute in den Randzonen.Das sind die Ingredienzien einer Regionalkrise. Es könnte eine Weltkrise daraus werden, wenn die Hetzer obsiegen. Aber es muss nicht so kommen, wenn die Vermittler – in erster Linie Sarkozy und Merkel – zur Deeskalation beitragen können.<o:p></o:p>
geschrieben von: Hedayat am Donnerstag, 14. August 2008, 21:53 Uhr
Davon hätten sie kaum zu träumen gewagt: Afghanische Künstlerinnen dürfen ihre Bilder ausstellen. Und das nicht nur in Kabul, sondern erstmals außerhalb ihres Landes. Der Titel ihrer Ausstellung ist Programm: "Make Art not War!".
Noch bis zum 9. September sind in Bonn bei der Deutschen Welle 31 Bilder von 23 afghanischen Künstlerinnen zu sehen. Unter der 2004 beendeten Herrschaft der Taliban drohten denen, die sich künstlerisch betätigten und Menschen, Pflanzen oder Tiere bildlich darstellten, Gefängnis- oder gar die Todesstrafe. Aber bis heute gehen die Künstlerinnen ein Risiko ein, wenn sie Gegenständliches abbilden. Religiös motivierte Aggressionen sind nicht auszuschließen.
geschrieben von: Hedayat am Dienstag, 12. August 2008, 18:57 Uhr
Ein Rückzug der Nato aus Afghanistan wäre schrecklich, warnt Isaf-Kommandeur David McKiernan. Um dort den Erfolg zu erzwingen, brauche man noch mehr militärische Ressourcen. Im SPIEGEL-Interview mahnt er die Deutschen, ihren Auftrag zu erfüllen.
Isaf-Chef McKiernan: "Die Soldaten am Leben halten"
SPIEGEL: Viele Deutsche stehen dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr äußerst kritisch gegenüber. Können Sie ihnen erklären, warum sie das Leben ihrer Soldaten aufs Spiel setzen sollen?
McKiernan: Ich glaube, sie sollten den Ausgang der Nato-Mission in Afghanistan im Zusammenhang ihrer eigenen Sicherheit in Europa sehen. Die Taliban gaben Qaida-Kämpfern hier Unterschlupf, und wir stellen sicher, dass sie nicht dorthin zurückkehren. Um das zu tun, müssen wir Einsätze gegen Aufständische durchführen. Dazu hat sich die Nato bereit erklärt – und ich erinnere daran, Deutschland ist ein Teil der Nato. Wenn die Bevölkerung in Deutschland dies nicht unterstützt, bedaure ich das. Doch es gibt eine Nato-Verpflichtung für diesen Einsatz.
geschrieben von: Hedayat am Sonntag, 10. August 2008, 12:47 Uhr
Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban ist in der südafghanischen Unruheprovinz Kandahar ein kanadischer Soldat der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Wie das kanadische Verteidigungsministerium mitteilte, hatten Aufständische am Samstag einen Konvoi im Distrikt Zherai angegriffen.
Canadian soldiers from 7th Platoon, C Company, Princess Patricia's Canadian Light Infantry secure an area in the Arghandab district May 14, 2008.
Es ist bereits der 89. kanadische Soldat, der seit 2002 in Afghanistan ums Leben kam. Die meisten der etwa 2500 kanadischen Soldaten sind im unruhigen Süden des Landes stationiert.